Sushi – mehr als „fish on rice“

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Sushi – mehr als „fish on rice“

Sushi – seit einigen Jahren auch bei uns in aller Munde. Wie die Schwammerl schießen (noch immer) japanische Sushi-Lokale und auch Running-Sushi Restaurants aus dem Boden. Rohen Fisch essen? Igitt!? So denken schon lange immer weniger Leute, auch bei uns. Nur was in diesen Restaurants auf den Tisch kommt, hält meist dem Vergleich mit Sushi aus Japan nicht stand. Überspitzt gesagt: Es ist einfach nur ein Stück roher Fisch auf einem zusammengepresstem Reisblock. So, genug gelästert – eigentlich gibt es 2-3 richtige japanische Restaurants in Wien, wo auch ich gerne das ein oder andere Mal Sushi esse. www! Wenn du wissen willst, welche das sind – schreib mir eine Email an info@japanischlernen.at.
2016-06-22-10-26-58Um in Japan Sushichef zu werden, muss man sich einem jahrelangen (es wird gemunkelt, so in etwa 10 Jahre) harten Training unterziehen und bei einem Sushimeister lernen. Traditionellerweise darf man in den ersten Jahren gerade mal den Reis für das Sushi waschen. Erst nachdem das richtige Reiskochen gemeistert ist, darf man sich an den Fisch wagen. Wichtig ist auch, wie man mit den Waffen – aka Fischmesser – umgeht. Exzellente Qualität und regelmäßige Pflege ist genauso die Basis zu gutem Sushi wie frischer!!! Fisch.
Kurz: als Lehrling bei einem Sushimeister (so wie auch bei den meisten anderen traditionellen Künsten, die man als Lehrling erlernen darf) ist das Leben sicher kein leichtes. Der Lehrmeister ist fast wie ein Gott, den man mit gebührendem Respekt behandelt. Und wenn man gut genug ist, darf man vielleicht die Geheimnisse des Meisters sehen. Lernen geht in Japan sehr oft mit Schauen und Nachmachen einher. Nix mit Erklärungen udgl.
 
Aber wie überall, gibt es auch da Änderungen – mittlerweile kann man auch an einer Sushi-Schule das Handwerk innerhalb eines Jahres erlernen. Es gibt sogar eine englische Website mit einem 8 Wochenkurs: http://sushischool.jp/ vielleicht schau ich da mal vorbei 🙂
 
Das beste Sushi gibt es natürlich in Japan. Wunderbare Köstlichkeiten, von denen die meisten bei uns noch nicht mal den Namen gehört haben, geschweige, dass es den Fisch bzw. die „Fischeier“ überhaupt bei uns gibt. Wer einmal in einem guten Sushilokal in Japan gegessen hat, will nie wieder zu unseren Running Sushis gehen! Ein Hoch auf den Itamae-san! So nennt sich u.a. der Sushi Chef. Ita = Holzbrett, mae = davor, san =Herr, Frau (hängt man hinter dem Namen an, um die Anrede an eine Person höflicher klingen zu lassen). Itamae-san bezeichnet also die Person, die sich vor dem Holzbrett (=Schneidbrett) befindet und die Sushi zubereitet.

Sushi, so wie wir es kennen, gibt es gar noch nicht so lange – ungefähr, seitdem es Kühlschränke gibt. Davor wurde nämlich der rohe Fisch in den gesäuerten Reis eingelegt, um ihn haltbar zu machen. Zur Essenszeit wurde der Fisch dann aus dem Reis „ausgewickelt“ und gegessen. Ursprünglich kommt die Idee vom Sushi – welch Überraschung – aus China – Deja-vue bei Ramen.

Ich könnte jetzt noch ewig über Sushi schreiben. Über die Zutaten (welche Fischsorten, welche Reissorten), was Sushi eigentlich heißt (nein, nicht roher Fisch, sondern mit Essig gesäuerter Reis), was man zum Sushizubereiten noch alles braucht, wie man Sushi richtig isst, ob man Sushi mit Sojasauce und/oder Wasabi essen sollte, wie man sich in einem Sushilokal in Japan verhält, was meine Lieblingssorten sind – welche Lokale ich in Tokyo empfehlen kann, welche Messer es gibt, wer die Messer wie herstellt… aber am besten, du machst dich auf den Weg in ein gscheites Sushilokal (ob hier oder Japan) und lässt dir ein Stück Japan auf der Zunge zergehen.

Ah, doch noch eins – wenn du Sushi selbst zu Hause zubereiten möchtest – pass auf mit dem Lachs – nimm einen, der Sushi-Qualität hat. Lachs hat nämlich sehr viele Parasiten bzw. Bakterien, die erst durch ein paar Tage in gefrorenem Zustand (mindestens -20 ° C) absterben.

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2016-11-01T15:08:59+00:00

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