Du willst wirklich Japanisch lernen?

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Du willst wirklich Japanisch lernen? 2017-05-19T22:19:03+00:00

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Ich und mein Team helfen dir dabei, die japanische Sprache zu lernen und mehr über die japanische Kultur herauszufinden. Damit du gscheit Japanisch sprechen und verstehen kannst, findest du hier Tipps zum Japanischlernen, den ein oder anderen virtuellen Tritt zum Dranbleiben am Lernen von Kanji, Grammatik und Vokabeln und Interessantes und Wissenswertes rund um Japan.

Mach mehr aus deinem Interesse für Japan – lerne Japanisch.

Wahrscheinlich denkst du dir jetzt, Japanisch lernen – das ist sicher sehr schwer. Gleich vorweg – ein Gang auf rosaroten Wolken wird es nicht. Aber es ist machbar – mit Interesse, Durchhaltevermögen verbunden mit einem gelegentlichen mentalen Tritt in den Hintern.

Stehst du noch am Anfang beim Japanischlernen? Möchtest du du die japanische Sprache von Anfang an richtig lernen? Dann ist vielleicht meine eigene Geschichte vom Japanischlernen für dich interessant.

Wie ich zu Japan und zur japanischen Sprache kam

Mein Interesse an Japan begann damals mit einem Namen: „Shigeru Miyamoto“, der Erfinder von Super Mario, der mich davon überzeugte, dass Japan ein ganz besonderes Land sein musste.  Computerspiele alleine genügten bald nicht mehr. Japanische Schlösser, Tempel und Schreine, japanisches Essen. Und dann waren da noch Anime und Manga. Ich begann, die Serien im Original zu sehen. Mein Wunsch, die japanische Sprache zu verstehen und mich mit Japanern unterhalten zu können, wuchs …

Es dauerte einige Jahre, bis ich flüssig Japanisch sprechen konnte. Ich war nicht immer zufrieden mit meinem Lernfortschritt. Ich hatte die verschiedensten Lern- und Unterrichtsvarianten, Lehrern, Institutionen, Materialien hinter mir, in unterschiedlichen Qualitäten. Aber am Ende des Tunnels zeigte sich Licht und mir wurde endlich klar, wie man als Nicht-Japaner am besten Japanisch lernen kann.

Lies weiter und erfahre, wo ich meine größten Probleme hatte und wie ich es trotzdem geschafft habe, flüssig Japanisch zu sprechen.

Mt. Fuji with fall colors in Japan

Meine Japanisch-Lernkarriere begann mit einem dieser Lehrbücher, die dir sagen, dass du mit ein bisschen Lernen Japanisch kannst. Ich weiß gar nicht mehr, wie es hieß, es fiel einem meiner wenigen Entrümpelungsaktionen zum Opfer. Ich kann mich noch erinnern, wie fasziniert ich war, die ersten japanischen Wörter von der CD zu hören. Hajimemashite und douzo yoroshiku onegaishimasu. Ich versuchte es einige Male nachzusprechen, war aber enttäuscht, dass ich es nicht genau so hinbrachte. Vom Erlernen der Schrift war leider gar nichts im Buch drin, bis auf die Kanji für Japan. Ich kaufte mir noch einige andere Bücher, die ich ein paar mal öffnete, mich aber nicht wirklich auskannte und schnell wieder beiseite legte – sie waren nicht für das Selbststudium geeignet.

Als nächstes versuchte ich einen Kurs auf der Volkshochschule – dazu fuhr ich mit meinem damaligen Freund jede Woche Freitag nach der Arbeit gut eine Stunde in die nächstgrößere Stadt. Endlich – meine erste Japanerin, die ich kennenlernte. Sie war sehr nett und versuchte, so gut sie konnte, uns und 2 weiteren Japaninteressierten die japanische Sprache näherzubringen. Sie verwendete das Buch „Nihongo de douzo“, das auch bei mir für ein paar meiner ersten Einzelschüler zum Einsatz kam. Leider ist das Buch mehr unsere Schrift als die japanische. Und ich interessierte mich nicht für Bach, Beethoven und Karajan. Ich war auch kein Pilot und kein Programmierer. Das waren nämlich die Themen, die das Buch großteils behandelte bzw. die einzigen Berufsbezeichnungen, die vorkamen. Was ich von dem Kurs lernte: Japaner haben große Schwierigkeiten, Wörter wie: Buch, ich usw. auszusprechen, weil sie auf ihre 46 Silben plus Kombinationslaute beschränkt sind und sie stehen auf alles Klassische (zumindest die Japanerin, die das Buch geschrieben hatte). Ich lernte auch, dass es sehr schwierig ist, seine eigene Muttersprache zu unterrichten. Und dass ich einen strengeren Lehrer brauchte und strukturiertere Übungszettel.

(c) Tirza Podzeit

Nach zwei Semestern konnte ich so halbwegs die Hiragana – bei den Katakana tat sich noch ein großes Loch auf. Ich war einfach zu faul. Stolz war ich, dass ich endlich „isu“ (Sessel, Stuhl) von „tsukue“ (Tisch) unterscheiden konnte und wenn die Lehrerin mich fragte, was Stuhl heißt, ich nach 1 Minute Nachdenken das Wort wusste.  Stolz war ich auch, dass die Lehrerin überrascht war, dass ich wusste, das „neko“ Katze hieß – obwohl sie es nicht unterrichtet hatte. Ich hatte es damals sicher aus irgend einem Anime aufgeschnappt.

Zu jener Zeit schaute ich gerne Inuyasha und freute mich wie ein kleines Kind, dass ich Wörter wie „hai“ und „iie“ von der japanischen Version (ich hatte mir alle verfügbaren DVDs gekauft und die hatten auch die japanische Spur) verstand. Ich zeigte auch voller Stolz ein paar der Folgen meiner damaligen Tandempartnerin. Im Nachhinein wundert es mich nicht, dass sie den Kontakt mit mir abgebrochen hat 🙂 .

2 Semester Japanischunterricht und mein Englisch sollten für den ersten Japanurlaub ausreichen – so dachte ich. Gleich vorweg: wir kamen überall hin, wo wir wollten. Aber essen bestellen war schon eine Herausforderung nur mit Draufzeigen. Überhaupt kannte ich 2005 nur Sushi und Misosuppe. Die Essensmodelle (in Plastik im Schaufenster) von z.B. japanischem Curry sprachen mich nicht sonderlich an – das braune Zeug sah aus, als hätte jemand Durchfall gehabt – und so beschränkten wir uns auf Nudelsuppe, Sandwiches aus dem Kombini und McD. Was für eine Schande (im Nachhinein). Ich hatte so viele Erlebnisse in diesem ersten Urlaub – schöne wie nicht so schöne. Die gebe ich gerne mal zum Besten, wenn ich mit meinen Kursteilnehmern nach dem Unterricht oder bei einer Japan-Night am Quatschen bin.

Als nächster Schritt zu mehr Japanisch belegte ich einen Kurs für Anfänger an der Uni. Hier bekam ich endlich meinen strengen Lehrer – nur der war mir zu streng. Jeden Montag Abend begab ich mich schon voller Angst in den Unterricht und hoffte, dass ich nur zu den Sätzen drankam, die ich konnte. Wir rechneten uns schon aus, welchen Satz wer lesen würde, damit ich mir genau den Satz nochmal genau vorbereite und keinen Blödsinn sage. Und wehe, etwas war falsch – dann kam schon das Donnerwetter. 1,5 Jahre hielt ich das durch – das Tempo war schnell, gespickt mit Grammatik, vielen interessanten Erklärungen – und keine einzige Sprachübung. Wenigstens konnte ich nach dem Kurs alle meine Hiragana und Katakana perfekt und zumindest die meisten Grammatikerklärungen machten Sinn.

Mein Lieblingssensei auf der Uni in Japan

Dann kam mein Auslandsjahr. Innerhalb von 2 Monaten hatte ich den Stoff durch, den ich in den 1,5 Jahren vorher auf der Uni gelernt hatte. Ich war den ganzen Tag nur mit Japanischlernen beschäftigt. In der Früh aufstehen – um 9 begann der Unterricht bis 12 Uhr. Dann Mittagspause – dann weiter bis ca. 3. Dann an manchen Tagen noch Vorlesungen zu wirtschaftlichen Themen. Schließlich studierte ich ja internationale BWL. Um ca. 7 am Abend kam ich an solchen Tagen in meinem Dormitory an, aß etwas, dass ich vorher im Kombini gekauft hatte oder kochte selbst etwas Schnelles. Dann ging es ans Hausaufgaben machen. Da war ich dann ca. um 10-11 fertig. In der Früh noch schnell Kanji ins Hirn reinprügeln für den täglichen Kanjitest. Das erste Semester war der reinste Horror. Es wurde alles auf Japanisch erklärt – und ich kam die ersten paar Wochen und Monate nicht immer dahinter, wie denn nun dieser und jener Grammatikpunkt wirklich funktionierte und was welches Vokabel wirklich hieß. Wenn es Vokabellisten gab, dann war die Übersetzung auf Englisch – auch wenn mein Englisch ganz gut war, so hatte ich mir doch des öfteren das passende deutsche oder österreichische Wort dafür gewünscht. Meine diversen japanischen Bekanntschaften machten das etwas erträglicher – aber nicht viel besser. Im zweiten Semester ging es dann bergauf- endlich hatte ich den Dreh raus – wobei – Kanji bereiteten mir immer noch Probleme. Für den Kanji-Abschlusstest lernte ich 2 Wochen diese bösartigen Dinger – mit Erfolg.

Zu dem Zeitpunkt war ich ungefähr auf B1 Niveau. Noch lange nicht genug für mich. Das schöne zu dem Zeitpunkt war – alles machte so viel mehr Sinn und ich konnte mich viel freier in Japan bewegen – bestellen in einem Restaurant oder im Karaoke per Telefon funktionierte endlich.

Es folgten mehrere Lernaufenthalte in Japan kombiniert mit einem privaten Lehrer zurück in Wien, der mich für den JLPT N1 vorbereiten sollte – 3 Mal hatte ich den höchsten Sprachtest nicht bestanden. Ja, zu der Zeit war in meinem alten Job sehr eingespannt, dann war mein Sohn noch so klein und ich hatte keine Zeit zum Lernen usw.  Ich fühlte mich jedes Mal nach dem Erhalt der Ergebnisse ziemlich scheiße. Das einzig positive war, dass sich jedes Mal die Punktezahl verbesserte. Von grade mal 40 Punkten beim ersten Versuch auf 60, dann auf 80 und zum Schluss hatte ich endlich über 120 Punkte (100 sind notwendig). Ich gebe zu, nach dem 3. Versuch (80 Punkte) war ich ziemlich fertig und wollte das Handtuch schmeißen. Ich wollte kein weiteres Jahr mehr warten und hatte jede Woche Einzelstunden bei zwei verschiedenen Sprachlehrern (zum Schluss entschied ich mich für den, der mir sympatischer war), bis ich dann ein halbes Jahr später endlich die Nuss knackte.

Und was soll ich sagen, es ist kein Ende in Sicht. Ich lese japanische Magazine, schaue Animes/Filme, spreche täglich Japanisch mit meinem japanischen Mann und Freunden, spiele japanische Spiele (manchmal auch diese Hardcore-Kanji-Lern-Spiele) und freue mich, wenn ich noch besser werde. Aber so ist das mit dem Sprachenlernen 🙂

Das wichtigste, was ich dir mit meiner Geschichte zeigen möchte: MACH WEITER – und je schneller du zum gewünschten Ergebnis kommen willst- desto regelmäßiger und intensiver willst du lernen! Und such dir die für dich passenden Lehrer und Lernmaterialien aus!

Aus all meinen eigenen Lernerfahrungen heraus habe ich dann angefangen, Japanisch zu unterrichten.

Warum ich Japanisch unterrichte und wie ich dir beim Japanischlernen helfen kann

Auf den Punkt gebracht, waren es folgende Gründe, warum ich die Japanischschule Nihongo Gakuen gegründet habe:

  • ich war mit der Qualität der Japanischkurse in Österreich nicht zufrieden und
  • ich wollte allgemein das Japanischlernen für Deutschsprachige erleichtern

Ich habe zwar auch hierzulande einiges an Japanisch gelernt, aber rückblickend ist da viel mehr drin. Der springende Punkt war damals, als ich mich an meiner Uni zum Auffrischen für mein Auslandsstudium zu einem Japanischkurs für Anfänger angemeldet hatte. Eine nette, etwas ältere Japanerin unterrichtete in gebrochenem Deutsch. Ihr Unterrichtsstil war leider so schwer verständlich, dass die meisten Teilnehmer in dem gut gefüllten Raum keine Ahnung hatten, wofür denn nun welche der 3 Schriften (Hiragana, Katakana und Kanji) verwendet wird. Wäre das meine erste Japanischstunde gewesen, ich hätte den Hut geworfen und es mir 3 Mal überlegt, ob ich wirklich Japanisch lernen möchte – und das haben leider sehr viele Leute getan. Nach meinem Studium in Japan wusste ich, dass es auch anders geht.

Bevor ich meinen ersten eigenen Japanischkurs startete, hatte ich also viele Beispiele, wie Japanischunterricht nicht sein soll. Ich nahm einen Punkt nach dem anderen und überlegte mir, wie ich es besser machen kann. Einen guten Japanischkurs erkennst du an folgenden Punkten:

  • Unterricht, der für dich einfach verständlich ist
  • Hausaufgaben und Wiederholungen, damit du weißt, ob du es richtig machst
  • Das richtige Kurssystem und die richtige Kurslänge, damit du das gewünschte Japanischniveau erreichst
  • Genug Möglichkeiten für dich, Japanisch zu sprechen
  • Kursmaterialien auf Japanisch, jedoch mit Erklärungen, die du verstehst
  • Nicht nur Bücher, sondern auch Gegenstände aus dem normalen Leben
  • Durchgeplanter Kursablauf und gut organisierte Zusatzaufgaben
  • Merkhilfen und Erklärungen zu den Kanji, damit du sie dir besser merkst und richtig verwendest
  • Effizientes Lerntempo, damit du gute Fortschritte machst
  • und nicht zuletzt ein Sensei, der dir sympathisch ist und dir hilft, dass du gscheit Japanisch lernst und Spaß dabei hast

Ganz vorne auf meiner Liste stand: einfach verständliche Erklärungen für Anfänger – auf Deutsch. Wie kannst du eine neue Sprache lernen, wenn du die Erklärungen nur schlecht oder gar nicht verstehst? Deshalb werden unsere Anfängerkurse auf Deutsch unterrichtet, von Trainern, die genau so wie ich Deutsch sprechen und Japanisch selbst gelernt haben. Du verstehst den Lehrer und der Lehrer versteht dich! Und: wir wissen, wie wir dir als Deutschsprachigen schwierige Punkte so erklären, dass du sie verstehst.

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(c) Tirza Podzeit

Was mir als nächstes ins Auge gestochen ist: die Kursbezeichnungen passen selten zu dem wirklichen Sprachniveau, das die Teilnehmer beherrschen. Da gibt es C1 Kurse, wo Leute geschätzt auf B1 Niveau drin sind. Zugegeben, es ist nicht einfach, rein durch Japanischkurse in Österreich auf ein so hohes Niveau zu kommen. Meiner Meinung nach ist es ist irreführend für die Teilnehmer selbst und auch für Firmen, die Bewerber mit C1 Kenntnissen suchen, diese aber viel weniger können. Deshalb bin ich auch dazu übergangen, die Kurse in genügend Phasen mit entsprechender Kursdauer einzuteilen, damit das Kursziel wirklich dem passenden Niveau entspricht. Zusätzlich habe ich die Levels des europäischen Referenzrahmens für Sprachen mit den Levels des JLPT verbunden. So weißt du als Japanischlerner, ab wann du dir welches Testniveau zutrauen kannst.

Und: ich habe Hausaufgaben und Wiederholungen (aka Tests) von Anfang an in die Kurse eingebaut. In den Kursen in Österreich gibt es eher selten Aufgaben und zusätzliche Übungen für zu Hause. Tests gab es bisher nur auf der Japanologie. Was – ein Test beim Japanischunterricht – und zu Hause muss ich auch noch was tun?

Seien wir uns ehrlich: die meisten Leute, genauso wie ich, lernen nur mit einem gewissen „Druck“. Und von selbst üben? Da musst du schon extrem motiviert sein – und dann fehlt es dir an der Kontrolle, ob die Übung auch richtig gemacht wurde. Bzw. sind verständliche Erklärungen zu eventuellen Fehlern sehr nützlich.

Bei uns kannst du nicht nur während des Unterrichts Fragen stellen. Wir sind auch (fast) rund um die Uhr per Email oder in unseren Facebook-Gruppen da, um deine Fragen zu beantworten.

Ein weiterer Punkt, der mir in vielen Kursen gefehlt hat, war, dass sich die Kursteilnehmer untereinander nicht auf Japanisch unterhalten haben – auch nicht während des Unterrichts. Es fehlte einfach an gesprochenem Japanisch. An Situationen, wo man sein gelerntes Japanisch ausprobieren konnte. Deshalb gibt es in jeder Unterrichtseinheit verschiedene Übungen, wo du gemeinsam mit den anderen alltägliche Situationen auf Japanisch nachspielst. Neben dem Fragen- und Antwortspiel gibt es je nach Kurslevel verschiedene Aufgaben, wo du einfach loslegst und sprichst. Freu dich – du wirst begeistert sein, wenn du die ersten japanischen Sätze frei sprechen kannst.

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Der nächste Punkt sind die Kursmaterialien: wirklich gute Kursbücher auf Deutsch gibt es sehr wenige. Ein gutes Kursbuch soll fordernd sein, genug Erklärungen, Beispiele und Übungen für den Lernenden bereit halten. Und: es soll von Anfang alles (sprich Beispiele und Sätze) auf Japanisch sein. Das Kursbuch, das ich in meinem ersten Japanischkurs verwendet habe, führte in jeder Lektion gerade mal 4-5 neue Hiragana ein, alle anderen Satzteile waren noch in unserer Schrift geschrieben. Dementsprechend war mein Fortschritt langsam.

Was ich damals in 2 Semestern gelernt habe, machen wir in unseren Kursen in ca. 2 Monaten. Im ersten Monat konzentrieren wir uns auf Hiragana und Katakana und machen dazu gleich Wörter, die wir damit schreiben können und erste Sätze sowie Grammatikpunkte. Dann beginnen wir mit einem Japanischlehrbuch, das komplett auf Japanisch gehalten ist, mit einem Zusatzbuch mit Erklärungen auf Englisch zum Nachschlagen. Der nächste Schritt: ein eigenes Lehrwerk mit ähnlichem Aufbau und zum Nachlesen Erklärungen auf Deutsch – da arbeiten wir gerade daran.

Damit der Unterricht nicht nur aus dem Buch passiert, gibt es bei uns noch viel anderes Material und manchmal auch Sachen, die würdest du in einem Sprachkurs nicht einmal vermuten – wie z.B. Melonen, Sushi, Speisekarten, Kellner usw.

Bei den Kursen, die ich als Schüler besucht habe, hatte ich oftmals das Gefühl, dass der Unterricht sehr willkürlich und ohne genauen Ablauf unterrichtet wurde.  Es gab keinen Plan, was in dem Semester gemacht wird, wie weit wir kommen würden. Du als Kursteilnehmer bekommst zu Kursbeginn eine geheftete Sammlung an Zusatzmaterialien inkl. Terminplan und Kursinhalt. Keine einzelnen losen Zettel, die gerne mal verloren gehen. Gut geplant ist halb gelernt!

14628016_10209436223413899_1664848937_nDas Japanischlernen vor den Kursen der Nihongo Gakuen war schwer, da ich nicht genau wusste wo und wie ich anfangen sollte. Der Kurs ist sehr hilfreich, da man eine klare Struktur hat, wie man beginnen sollte und wie man auf das bereits Gelernte aufbaut. Am besten gefällt mir, dass sich die せんせい genug Zeit für jeden nehmen.

Michael Horvath

 

Kanjilernen kommt in vielen Japanischkursen zu kurz. Das war leider auch in Japan der Fall. Man bekommt eine Liste an Kanji mit Beispielwörtern hingeknallt und dann heißt es – lern! So eine Vorgehensweise führt meiner Erfahrung nach nicht zum gewünschten Ergebnis. Das Ziel sollte sein, dass sich die Kanji auch ins Langzeitgedächtnis einbrennen. Mit Pauken für einen Kanjitest hast du die Zeichen zwar für einen kurzen Moment parat, aber sobald der Test vorbei ist, sind die japanischen Schriftzeichen schneller weg, als du „Kanji“ sagen kannst. Darum bekommst du bei mir neben der Bedeutung zu jedem Kanji eine kurze Erklärung/Geschichte zu den einzelnen Kanjiteilen, eine Merkhilfe und Beispiele, wie die Kanji verwendet werden. Und die Möglichkeit, Kanji im Unterricht sowie in deiner Hausaufgabe zu verwenden 🙂

Ein weiterer Punkt, der mir am Herzen liegt, ist das meist sehr geringe Lern- und Unterrichtstempo an den meisten Weiterbildungseinrichtungen. Vielleicht sagst du jetzt, ja, das Japanischlernen ist mein Hobby, da will ich keinen Stress. Stress muss nicht sein, da stimme ich zu. Aber wenn du nach einem Semester noch nicht mehr kannst, als deinen Namen und dein Herkunftsland zu sagen und vielleicht ein paar Zeichen lesen kannst – dann war diese Zeit nicht besonders gut genützt und es wäre besser, du hättest gleich etwas anderes getan. In der gleichen Zeit haben wir bei uns alle Hiragana, Katakana sowie grundlegende Grammatik und Vokabeln gemacht. Du kannst dich nicht nur vorstellen, sondern verstehst auch, was sich wo befindet, wie du wohin kommst, und kannst sagen, wann du was machst.

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Viele Kursteilnehmer waren vorher bei anderen Kursanbietern, wo neben Japanisch auch andere Sprachen und Kursinhalte angeboten werden. Sie sind dann sehr froh, dass es bei uns in gemäßigt schnellem Tempo abläuft und mein Team und ich uns auf Japanisch und die japanische Kultur spezialisiert haben. Wir verwenden unsere Energie für das ständige Verbessern unserer Kurse und Workshops und arbeiten zusammen. Trotzdem trägt jeder Trainer für seine Kurse die Verantwortung. So ist die gleichbleibend hohe Qualität aller unsere Kurse gewährleistet.

Meine Kurse sind so, wie ich mir damals einen Japanischkurs gewünscht hatte. Mit genau so einem Lehrer wäre mir das Japanischlernen um einiges leichter gefallen. Besonders in Zeiten und bei Themen, wo ich wirklich verständliche Erklärungen gebraucht hätte. Als ich mir praktische und leicht umsetzbare Lerntipps sehr geholfen hätten.

Stattdessen hieß es,

das kann ich dir auch nicht erklären. Das ist einfach so.

Oder:

ja, das ist halt einmal so, dass das anstrengend ist und so viel Zeit braucht.

Mein Highlight war aber:

Das versteht man nur, wenn man Japaner ist.

Sehr motivierend, oder? Ich verspreche dir, du wirst keinen dieser Sätze bei mir hören. Lieber streue ich zwischendurch ein paar Lesegeschichten ein, die dir zeigen, wie viel du eigentlich schon verstehst. Oder Gruppenübungen, wo du endlich auch dein Japanisch aktiv einsetzt. Oder ich erzähle dir, dass die Japaner 9 Jahre Zeit haben, die 2136 vom Japanischen Bildungsministerium vorgeschriebenen Kanji zu lernen und du das bei konstantem Lernen sicher schneller schaffst. Und das, obwohl die Japaner „nur“ die Zeichen selbst lernen müssen und eigentlich schon die meisten Bedeutungen bzw. Aussprachen kennen. Wenn ich so überlege, ist es eine Meisterleistung, was Nicht-Japaner (und Lernende, die ohne Kani aufgewachsen sind) eigentlich draufhaben.

Dass es möglich ist, als Ausländer Japanisch zu lernen und auch aktiv zu verwenden, siehst du bei mir. Ich habe das höchste Sprachzertifikat für Japanisch, den JLPT N1 in der Tasche. Ich spreche täglich mehr als 90 % Japanisch, mit meinem japanischen Mann, den ich durch ein Tandem bei meinem Auslandsstudium in Tokyo kennen gelernt habe. Mit meinen Schülern im Japanisch-Unterricht. Mit meinen japanischen Schülern im Deutschunterricht. Mit meinen japanischen Freunden. In meiner Freizeit schaue ich japanische Anime, singe japanische Lieder beim Karaoke und koche japanische Gerichte – mit Originalrezepten auf Japanisch.

Warum ich dir das alles erzähle?

Weil ich dir sagen möchte: Ich als Vokabel-Lernmuffel mit dem ein oder anderem (du kannst auch gerne „ziemlich viele“ einsetzen) Motivations-Durchhänger habe es auch geschafft. Also kannst du es auch – japanisch sprechen und verstehen! Los geht’s!

Melde dich gleich für meinen Japanisch-Lernleitfaden für Anfänger an und ich sende ihn dir, sobald er fertig ist. Ich arbeite bereits mit Hochdruck daran und deine Antworten helfen mir dabei, dass er wirklich hilfreich wird.

Japanischlern-Leitfaden für Anfänger