Was das Japanischlernen einfacher macht

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Was das Japanischlernen einfacher macht

Japanisch ist so eine schöne Sprache.

Wenn ich die kann, dann ist das super. Urlaub in Japan, studieren in Japan, leben und arbeiten in Japan. Mehr von meinem Lieblingsanime/Manga verstehen. Mich mit meinen japanischen Freunden besser verständigen können. Die Liste kann beliebig fortgesetzt werden. Was hält dich auf? Deine Ziele sicher nicht. Lies weiter und erfahre, was du machen kannst, um einen guten Start in das Japanischlernen zu haben. Und lies es dir um so mehr, wenn du bereits am Lernen bist und die Fortschritte gerade etwas auf sich warten lassen.

Fotocredit: Kimiwada-Sensei

japanische Rundfächer mit traditioneller japanischer Poesie

Hiragana/Katakana so schnell wie möglich

Lerne so schnell wie möglich die beiden Silbenschriften Hiragana und Katakana. Sie müssen nicht gleich perfekt sitzen, aber versuche von Anfang an zu vermeiden, Wörter oder Sätze in Romaji (also unsere Schrift – Roma kommt von Rom, also die römische Schrift) zu schreiben. Auch, wenn du dir nur die Aussprache sicherheitshalber dazuschreiben möchtest. Du wirst sonst nämlich immer wieder dazu verleitet, NICHT Japanisch, sondern in deiner Muttersprache zu schreiben. Wir wollen hier ja Japanisch lernen. Natürlich kannst du gerne nachsehen in deiner Lernkartei/Übersicht etc., aber überlege zuerst kurz. Für Zeichen, die du dir so gar nicht merken kannst, überleg dir eine Eselsbrücke. Falls dir keine einfällt, schreib uns, wir haben da ein paar parat 🙂

Ein wichtiger Grund, warum mir das sehr wichtig ist: kein wirklich gscheites Lehrbuch ist auf Romaji geschrieben. Auch unseres setzt Hiragana und Katakana voraus. Das ist zwar am Anfang etwas mühsam, aber deine Fortschritte werden enorm sein!

Nicht nur Silben, sondern auch gleich Wörter lernen

Einzelne Zeichen sind natürlich wichtig, aber mach es gscheit und lerne gleich Wörter dazu. Du kannst schon mit ein paar Hiragana einige Wörter lernen! Und wenn du schon alle Silben kannst und bei der Grammatik bist – lerne nicht nur einzelne Wörter, sondern ganze Sätze. So merkst du dir auf einfache Weise, wie ein Wort im Satz verwendet wird. Da klingt dein Japanisch gleich viel natürlicher.

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Aus Wörtern werden Sätze

 

Abwechslungsreiches Lernen – Alle Teile der Sprache

Abwechslung macht das Leben schön und unser Gehirn aufnahmebereit! Also: nicht nur mit der einen App lernen, nicht nur die Wörter runterschreiben, nicht nur Anime schauen (auch wenn es nach einem langen Arbeitstag entspannt und du so dein Gehör für die japanische Sprache schulst).

Wo bist du am Kreativsten? Unter der Dusche? Auf der Toilette kommen dir immer die besten Ideen? Na dann kleb dir dort z.B. Post-it’s hin mit den Wörtern, die dir nicht so recht einfallen wollen. Es gibt auch bedrucktes Klopapier mit Schriftzeichen :D. Post-it’s sind über haupt eine nette Idee – wenn du z.B. gerade das Wort für Apfel lernst, nimm ein Post it, schreib りんご (ringo, Apfel) drauf und kleb es auf den Apfel drauf. Am besten schreibst du dir auch gleich drauf, was es heißt, einen (gschmackigen) Apfel zu essen: 美味(おい)しいりんごを食(た)べます。oishii ringo wo tabemasu. Das Wort „Apfel“ wird übrigens sehr selten in Kanji geschrieben, sondern mit Hiragana.

Dein Lerntyp?

Nicht schlecht wäre es übrigens zu wissen, wie du am besten lernst – also ob du lieber etwas siehst, etwas angreifst, etwas hörst, ob du dich bewegen musst, damit du dir etwas gut merken kannst.

Meist sind wir Mischtypen. Richte dich danach. Wenn du still sitzen nicht aushältst, geh rum, während du dir etwas anhörst. Oder wenn deine Hände eine Beschäftigung brauchen, ein Stressball zum Drücken – oder auch ein Stift, den du in deiner Hand hältst und hin und her drehst, (solange du damit niemanden störst) mach, was dir gefällt und beim Lernen hilft.

Hier ein Link zu einem Online-Lerntyp-Test.

Lern/Übungspartner

Einer meiner Lieblingstipps: such dir einen Lernpartner – außer du lernst lieber allein. Wenn du auch so eine Person bist, die gerne das Lernen aufschiebt, weil etwas viiiiiieeel Wichtigeres ansteht (Putzen, Pokemon, Facebook, …), hilft dir ein Gleichgesinnter, der auch Japanisch lernt (oder von jetzt an mit dir lernen möchte). Du willst schließlich nicht der sein, der noch immer nicht die Aufgabe gemacht hat oder für den Kanjitest nicht vorbereitet ist. Beim Kurs kommt das besonders blöd rüber :P.

Wenn du gerade niemanden in deinem Verwandten-Bekannten-Kreis hast, frag trotzdem, ob dir dein Partner nicht etwas zur Seite steht, z.B. mit Vokabel abfragen.

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Lernen und Kuchen verbindet sich gut

 

Ziel/warum aufschreiben (visualisieren)

Nun bewegen wir uns in Richtung: Warum? Ohne Ziel/Warum wirst du in deinem Leben nicht viel machen. Warum auch? Wenn es keinen Anreiz hast, ist es ja nur verschwendete Zeit.

Also: setz dich hin und überleg dir, WARUM du Japanisch können möchtest. Stell dir vor, was du tun wirst, wenn du gscheit Japanisch kannst. Japan in seiner ganzen Pracht genießen, ohne Sprachbarrieren! die Leute verstehen dich und du sie! Du weißt, was in der Speisekarte drin steht. Was das Zeichen auf der Waschmaschine heißt. Wie man mit Kunden/Vorgesetzten höflich spricht, ganz wichtig, wenn du drüben arbeiten willst. Du kannst deinen Schwiegereltern in spe auf Japanisch sagen, warum du der/die Richtige für deinen zukünftigen Partner bist. Dir stehen alle Türen offen! Gleich alles vorstellen. UND: aufschreiben (nicht nur einen Satz – wenn du in Japan arbeitest, wie wird da dein Leben sein? – so genau wie möglich aufschreiben)! Und dann frag dich: Was hält dich noch auf? Was musst du tun, um dein Ziel zu erreichen?

Lernplan und Teilziele festsetzen und sich daran halten!

Jetzt fehlt nur noch, wie du dein Ziel erreichst. Vornehmen alleine reicht nicht. Schreib dir deine Lernzeiten in deinen Kalender – und streich sie nicht, weil plötzlich etwas anderes wichtiger ist. Schließlich ist es dein Ziel, das DU erreichen willst. Gehe regelmäßig zum Kurs. Sprich regelmäßig Japanisch. Schau dir regelmäßig etwas auf Japanisch an (ja, auch Anime), vergiss aber nicht, dass die Sprache in Film und Fernsehen nicht immer die allgemein verwendete Alltagssprache ist.

Konstant lernen – roter Faden

Damit verbunden – lerne nicht nur punktuell da ein paar Vokabeln, dort ein Kanji und etwas Grammatik ohne Zusammenhang.-Ein paar Puzzlesteine auf einem großen weißen Hintergrund ohne Zusammenhang sind keine ideale Lernmethode. Vokabeln, Kanji, Grammatik ungesetzt in: Hörübungen, Schreibübungen, Leseübungen sind super. Gscheite Lehrbücher, gscheite Erklärungen und jemanden, den man fragen kann, sind das Um und Auf für deinen Lernerfolg. Und natürlich Spaß und das Anwenden des Gelernten!

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Lernen, wie man in Japan richtig Essen bestellt

 

Erreichen des Lernziels kontrollieren (z.B. JLPT)

Du hast jetzt einige Zeit gelernt und bist dir nicht sicher, ob das alles so funktioniert, wie du es dir vorgestellt hast? Genau so wie im sonstigen Leben ist es wichtig, zu schauen, ob du jetzt auch wirklich das kannst, was du gelernt hast. Schön sind da auch Zertifikate, die auch anderen zeigen, dass du Fortschritte machst und auch im Berufsleben Türen öffnen können.

Eine Möglichkeit wäre der JLPT, der Japanese Language Proficiency Test (auf Japanisch 日本語能力試験にほんごのうりょくしけん, nihongo nouryoku shiken). Diesen gibt es in 5 Schwierigkeitsstufen und kann auch in Österreich und zwar in Wien gemacht werden. Weitere Infos hier.

Bei uns im Kurs gibt es natürlich Wiederholungen und Übungen. Dies dient nicht dazu, dir den Kurs durch Tests zu vermiesen, sondern zu schauen, ob etwas noch nicht ganz klar ist (oder jemand nicht brav gelernt hat :P). Im Endeffekt lernst du für dich selbst und nicht für mich oder jemand anderen.

Und deshalb bin ich so froh, Japanisch zu unterrichten. Du kommst zu uns, weil du gscheit Japanisch lernen WILLST. Und nicht, weil du musst.

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das gemeinsame Feiern bleibt nicht zu kurz

 

Viel Spaß und Erfolg beim gscheit Japanischlernen!

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