13 Tipps, wie du mehr Japan in dein Leben bringst

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13 Tipps, wie du mehr Japan in dein Leben bringst

(c) Manuela Ito-Loidl

In Japan beginnt die Kirschblüte und du sitzt hier in Österreich fest? Du möchtest lieber heute als morgen deine Koffer packen und ab ins Land der aufgehenden Sonne?

Leider geht das nur für die wenigsten von uns. Arbeit, Familie, Geld… aber, wo ein Wille, da ein Weg. Wenn du schon nicht nach Japan kannst, dann hol dir mehr Japan in dein Leben!

Grad in Wien ist es ziemlich einfach, japanische Events und Veranstaltungen zu finden, aber auch in anderen Bundesländern findet sich doch einiges, wenn man ein bisschen sucht.

 

Heute erzähle ich dir, was ich mache, wenn der Drang nach mehr Japan ganz besonders groß ist.

Fotolia #107386757 | Urheber: makieni

Japanische Sportarten

Von Bogenschießen über Karate, Kendo, Iaido, Judo, Jiu Jitsu, Aikido findest du viele Vereine, wo du auch die Möglichkeit hast, reinzuschnuppern. Einfach auf Google gehen und die entsprechenden Begriffe (z.B. Kendo Linz) eingeben.

Du solltest dich bei japanischen traditionellen Sportarten und Künsten aber darauf einstellen, dass du dich an die japanische Art zu sitzen gewöhnen musst (正座, Seiza).

In Japan ist es für Mitglieder von Sportklubs wichtig, regelmäßig zum mehrmals wöchentlichen Training zu kommen. Mitglieder, die noch nicht so lange dabei sind, müssen den alten Hasen „gehorchen“ und tun, was von ihnen verlangt wird, wie z.B. auf- und abräumen, putzen usw.

 

(c) Manuela Ito-Loidl

Japanische traditionelle Künste

Neben Teezeremonie – da gibt es den Urasenke-Stil und den Omotesenke-Stil, findet man auch Ikebana, das Blumenstecken und natürlich auch Shodo, die japanische Kalligrafie.

Das Üben selbst findet statt, indem man dem Lehrer (dem Sensei) zusieht und beim „Okeiko“ wie ein Lehrling von seinem Meister lernt. Dem Meister wird höchsten Respekt gezollt.

Wer es wirklich zu etwas bringen will, der muss jahrelanges Training über sich ergehen lassen. Jeder Handgriff, jede Bewegung muss sitzen. Das fängt bereits bei den Vorbereitungen an und schließt natürlich auch die Kleidung mit ein. Für einen Gastgeber bei der Teezeremonie ist es auch wichtig, sich genau über seine Gäste zu erkundigen und sich in sie hineinzuversetzen. So wird vermieden, dass dem Gast etwas vorgesetzt wird, was er nicht verträgt bzw. kann man sich so den Vorlieben des ehrenwerten Gastes „okyakusama“ お客様 anpassen.

Aber auch als Gast selbst gibt es viele Regeln zu beachten und es gilt, sich an die Etikette zu halten.

 

Japanische Religion

Für Shintoismus gibt es aktuell meines Wissens noch keine Möglichkeit, dafür gibt es einen Österreicher, der ein echter Shintopriester in Japan ist. Für Buddhisten in Österreich findet sich sogar ein Tempel. Diverse Zen-Zentren offerieren ebenfalls einige Möglichkeiten.

Japaner sind übrigens meist beides – Shintoisten und Buddhisten. Je nach Lebenssituation besucht man dann entsprechende religiöse Einrichtung – Beerdigungen z.B. sind immer buddhistisch. Ich z.B. hatte eine shintoistische Hochzeit in einem Schrein.

Tempel = Buddhismus, Schrein = Shintoismus.

 

(c) Manuela Ito-Loidl

Japanische Restaurants

Asiatische Restaurants gibt es wie Sand am Meer, echte japanische Restaurants finden aber auch mehr und mehr den Weg nach Österreich. Meine Lieblinge sind: Hidori, Unkai, Sakai, Nihonbashi,  Cha no Ma und Karma Ramen.

Es lohnt sich aber auch hier vorbeizuschauen (Liste nicht vollständig): En, Metcha Matcha, Kuishimbo, Kojiro usw. Jedes hat seinen eigenen Charme und Spezialität – finde deinen Liebling. Was ist dein Favorite?

Und wenn es auch japanisches Karaoke sein darf, kann ich das Nihonbashi umso mehr empfehlen, dort gibt es Österreichs einzige richtige japanische Karaokeboxen mit japanischen Karaokemaschinen.

Ich freue mich  immer, wenn ein neues japanisches Restaurant seine Pforten öffnet – hätte ich mehr Zeit und Gastroefahrung, ich hätte da einige Ideen zum Umsetzen 🙂

Welche Art von japanischem Restaurant fehlt deiner Meinung nach noch in Wien/in der Nähe von dir?

(c) Manuela Ito-Loidl

Japanische Deko/Japanisches einkaufen

Du willst deine Wohnung etwas japanischer herrichten? Wie wär’s mit Tatamimatten? Z.B. hier oder hier. Manche Sachen gibt es auch auf Amazon.at oder gleich auf Amazon.co.jp (Tipp: stelle die Sprache auf Englisch ein und klicke links „Amazon Global“ an). Dieser Versandservice hat auch sehr viele japanische Produkte im Programm. Einige Dinge findest du auch im japanischen Supermarkt Nipponya in der Nähe vom Wiener Naschmarkt. Auch das Metcha Matcha hat Dekoartikel im Programm. Für Fortgeschrittene gibt es auch sogenannte Forwarding-Services (mit Tenso als bekanntesten), die bestellte Waren aus Japan (die sonst nur innerhalb Japans verschickt werden) nach Österreich (und fast überall hin) gegen eine Gebühr weiterleiten. Dieser hier ist der günstigste (leider nur auf Japanisch).

(c) Manuela Ito-Loidl

Japanische Natur

Kauf dir ein paar japanische Pflanzen, Bonsai, japanischer Ahorn, Yuzu-Baum… Versuche es in einem Baumarkt/Gärtnerei in deiner Nähe. Meinen Yuzubaum habe ich von hier.

Oder wie wäre es mit einem eigenen japanischen Garten? In Wien gibt es öffentliche Gärten im japanischen Stil, z.B. den Setagayapark im 19. Bezirk (Döbling ist Schwesterstadt des Tokyoter Stadtteils Setagaya), den Tora-San-Park in Floridsdorf oder den Steingarten beim Tiergarten Schönbrunn (Hietzinger Tor). Oder gleich auf der Donauinsel den Kirschenhain.

 

@Manuela Ito-Loidl

Japanisches Essen/Lebensmittel

Du willst/kannst nicht jeden Tag in ein japanisches Restaurant gehen, um Japanisch zu essen? Dann kauf dir die notwendigen Zutaten und koch es dir doch selbst.

Der Nipponya ist zwar etwas teuer, da findest du aber verlässlich alle notwendigen Zutaten. Ansonsten versuch Nakwon, Lilimarkt und viele andere asiatische Supermärkte, z.B. beim Naschmarkt. Wenn du an japanischen Kochkursen teilnehmen möchtest, wirst du z.B. hier fündig.

In der Nähe von meiner Wohnung gibt es auch ein asiatisches Geschäft, das (bei genügend Nachfrage) auch Kundenwünsche bestellt. Vielleicht funktioniert das auch bei dir in der Umgebung?

 

(c) Manuela Ito-Loidl

Japanische Sprache

Egal, ob es „nur“ für die Reise ist, oder ob du längerfristig Japanisch lernen möchtest, auch hier gibt es die verschiedensten Möglichkeiten. Die „günstigste“ Variante ist, Japanologie zu studieren, z.B. auf der Uni Wien. Die „teuerste“ (dafür umso effektivere) Variante ist ein Sprachaufenthalt an diversen Sprachschulen direkt vor Ort in Japan. Auch ein Auslandssemester ist eine Möglichkeit – für Studenten. Wer nicht nach Japan kann, der hat die Möglichkeit an VHS, Wifi usw. einen Japanischkurs zu belegen. Diese Bildungsinstitute haben teils günstige Kurse im Angebot, leider ist das Preis-Leistungsverhältnis meist nicht wie erwartet (besonders wenn du mehr als ein bisschen Japanisch lernen möchtest und das zu Beginn versprochene Kursniveau erreichen willst) bzw. finden die Kurse wegen zu wenig Teilnehmern nicht statt. Das habe ich am eigenen Leib erfahren bzw. höre ich das immer wieder von Kursteilnehmern, die dann zu uns kommen.

Japanisch lernen auf eigene Faust gibt es natürlich auch, ist aber meiner Meinung nach nicht sehr zielführend (außer du bist ein autodidaktisches Genie) , besonders nicht für Anfänger. Für den Anfang lies dir einfach diesen Blogartikel, wie du am besten Japanisch lernst.

Japanische Events

Japanisches Frühlingsfest dieses Wochenende, Herbstfest, Ausstellungen, Teezeremonien… es findet sich ein überschaubares Angebot an japanischen Festen, die hierzulande auch gefeiert werden. Meist werden diese von der japanischen Botschaft, der Österreich-Japan Gesellschaft oder der Nihonjinkai veranstaltet.

Auch wir haben die ein oder andere japanische Veranstaltung am Programm und halten Vorträge, z.B. beim Tetsumachi-Matsuri in Eisenstadt oder beim Japanfestival der Trickywomen.

Japanisches Fernsehen

Fans von japanischen Doramas, Animes oder die, die gerne ihr Japanisch mittels Fernsehen üben möchten, haben die Möglichkeit, online zu schauen. Besonders empfehlenswert ist NHK World, den man auch mit Satellit empfangen kann. Einen Überblick über japanische Fernsehsender gibt es z.B. hier. Eine Möglichkeit, mit Fernseher oder Computer legal japanische Sender zu sehen, ist diese.

Hier ein kleiner Einblick, was dich erwartet.

(c) Manuela Ito-Loidl

Japanische Freunde

Tandemseiten sind ein guter Anfang – versuche mal Facebook oder diese und diese Variante hier . Viele Japaner kommen nach Wien, um Musik zu studieren oder arbeiten in internationalen Firmen. Um Kontakte zu knüpfen, geh in echte japanische Lokale, werde Mitglied von z.B. der österreichisch-japanischen Gesellschaft, der Nihonjinkai (Japanische Gesellschaft) oder häng ein Tandemgesuch im Nippon-Ya auf. Eine andere Variante sind unsere eigenen Veranstaltungen, wo sich meine deutschlernenden Japaner mit meinen japanischlernenden Österreichern treffen, essen und quatschen.

Schau auch mal, ob dein Wohnort/Bezirk eine Städtepartnerschaft mit einer japanischen Stadt hat. In Wien sind das gleich einige Bezirke z.B Döbling, Floridsdorf, Donaustadt, Meidling… Eine genaue Liste findest du hier – einfach ein bisschen runterscrollen bis zu „Schwesterstädte“. Viele solcher Partnerschaften haben auch Austauschprogramme.

(c) Manuela Ito-Loidl

Japanische Bücher

Bücher kannst du dir kaufen (z.B. amazon.at, amazon.co.jp, honto.jp) oder auch ausleihen, z.B. in der Hauptbücherei in Wien (die Seite ist auf Japanisch), dazu gehst du zu der Bücherei am Gürtel und dann hier zu College 1, und zwar 1a. Beim Basar der japanischen Schule (für japanischsprechende Kinder) finden sich auch immer wieder japanische Bücher.

Natürlich hat auch die Japanologie und das Kulturzentrum der japanischen Botschaft Bücher zum Ausleihen.

 

 

Japanische Spiele

Nicht nur Computerspiele von Nintendo und Co. (jetzt wo grad die neue Switch herauskommt) sind eine Möglichkeit, sich mit Japan zu verbinden. Es gibt auch Shogi (japanisches Schach), Go, Majong, Hanafuda, Karuta usw. Schau mal hier vorbei, da kannst du viele dieser Spiele in Wien ausprobieren.

Oder wie wäre es mit Origami, dem japanischen Papierfalten? Auch hier gibt es in Wien eine Möglichkeit, dies zu erlernen. Bzw. in Österreich.

 

 

Was machst du, wenn dich das Fernweh nach Japan packt? Hast du noch andere Tipps? Schreib sie mir einfach als Kommentar.

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2017-03-03T19:04:40+00:00

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